Ein Land In XXL-Kleidung
Jeder zweite (!) Deutsche ist zu dick. Eine falsche Ernährung und viel zu wenig Bewegung sorgt dafür, dass immer mehr Menschen zu viel auf die Waage bringen und ihrer Gesundheit schaden.
Erst kürzlich ergab der zweite große Gesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts (RKI), dass 23,3 Prozent der Männer und 23,9 Prozent der Frauen in Deutschland unter Adipositas (Fettleibigkeit) leiden. Nicht als fettleibig aber als übergewichtig gelten in Deutschland nach dieser Studie 67,1 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen. Mitfinanziert wurde die „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ vom Bundesgesundheitsministerium. Befragt wurden hierfür 8.200 Personen an 180 Orten.

Es ist erschreckend, dass sich die deutsche Bevölkerung immer mehr an die verheerenden Verhältnisse in den USA annähert. In Amerika gilt jeder Dritte als krankhaft fettleibig. Fettleibigkeit sorgt nicht nur dafür, dass man unbeweglich wird. Meist wird diese Erkrankung von Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begleitet. Die Kosten für die Behandlung sind extrem hoch, erklärte kürzlich die Krankenkasse DAK. Sie gab an, dass sich die Zahl der Magen-Operationen (Magenband, Magenballon, Magenverkleinerung) für stark Übergewichtige zwischen 2017 und 2018 um 50 % erhöht hat.
Vom RKI kommen aber auch gute Nachrichten, die wenigstens schon mal in die richtige Richtung gehen. Die Studie ergab nämlich auch, dass 51,7 Prozent der befragten Männer und 49,5 Prozent der befragten Frauen mindestens einmal in der Woche sportlich aktiv sind.
Als adipös gilt man nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im übrigen ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30. Errechnet wird der BMI indem das Gewicht in Kilo durch das Quadrat der Körpergröße in Metern teilt. Beispiel: ein 1,80 Meter großer Mann wiegt 98 Kilo – 98/180 = 30. Als übergewichtig gilt man mit einem BMI von über 25.

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