Warum das BGM in die Unternehmenskultur integrieren?

Die Zeiten, in denen die Firma ein Business-Paket beim nächstgelegenen Fitness-Studio für ihre Mitarbeiter gebucht hat und damit den Paradigmenwechsel zum sportlichen Unternehmen vollzogen hat, sind schon wieder vorbei. Denn mit diesen Angeboten erreichen die Firmen zu ca. 90 Prozent die sowieso schon sportlich aktiven Mitarbeiter. Ähnlich sieht es mit Laufgruppen von Unternehmen aus, sehr selten lassen sich Bewegungsmuffel zu langfristigen Aktivitäten motivieren.

Da stellt sich Unternehmer/-innen und Personalverantwortlichen die Frage, wie sich der Betriebssport an unsere heutigen Arbeitszeiten und Arbeitsabläufe anpassen kann. Müssen nicht vielmehr neue Arbeitszeitmodelle, die Bewegung und gesunde Ernährung fördern, entwickelt werden? Wie motiviere ich meine Mitarbeiter zu mehr Bewegung? Wie schaffe ich eine Verhaltensänderung vom “Gewohnheitstier” Mensch? Ein Gesundheitscoach ist zum Beispiel eine naheliegende und in der Praxis funktionierende Lösung.

Weltweit bekannt ist, dass 3 x 30 min Bewegung in der Woche für den Anfang reichen, um Abwehrkräfte zu stärken und den Stoffwechsel anzukurbeln mit dem Ergebnis eines deutlich höheren persönlichen Energie- und Wohlfühlfaktors. Die Frage ist nur, wie schaffe ich ein entsprechendes Betriebsklima, das die wirkungsvollen Anreize für eine gesundheitsbewusste Arbeitsumgebung stellt. Sollte nicht sogar im Organigramm, also bei der Unternehmenskultur angesetzt werden, um Nachhaltigkeit für alle Mitarbeiter in einem Unternehmen zu erreichen?

Ich empfehle unseren Klienten deshalb, die sportlichen Aktivitäten in die Jahres-Zielgespräche mit einzubinden, Bonussysteme für sportliche Bewegung in der Woche zu entwickeln, in denen der Faktor Arbeitszeit nicht in Konkurrenz zur Gesundheit der Mitarbeiter steht. Durch moderne Strukturen in der Mitarbeiterführung lässt sich die Mitarbeiterzufriedenheit nachweislich steigern und der Mitarbeiter spricht positiv über die Firma. Ab gewissen Gehaltsklassen wird deutlich, dass es dem Mitarbeiter nicht mehr auf den Euro mehr ankommt, sondern eine ausgeglichene Work-Life-Balance und gestiegene Arbeitszufriedenheit einen höheren Stellenwert genießt.

Festzuhalten bleibt folglich, dass ein proaktiv betriebenes Gesundheitsmanagement in den Unternehmen nicht nur der Prävention von Krankheiten hilft, sondern ein besseres und zufriedeneres Betriebsklima verursacht.

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